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Die Mozartstadt Salzburg Die Mozartstadt um 1910
Alter Markt

St. Florians-Brunnen
im Hintergrund - die alte Hofapotheke
Salzburg (433 m), das Juvavum der Römer - Hauptstadt des früheren Erzbistums Salzburg, des mächtigsten Hochstifts Süddeutschlands, das 1802 verweltlicht wurde, 1816 als Herzogtum an Österreich kam und seit 1850 ein selbständiges Kronland bildet, ist Sitz der Landesregierung, des Landesgerichts und eines Erzbischofs und hat mit den Vorstädten rund 40.000 Einwohner. Die Stadt mit der sich an Schönheit der Lage kaum eine andere deutsche Stadt messen kann,

liegt auf beiden Ufern der Salzach, deren grauweißes Gletscherwasser in breitem Kiesbett dem Inn zueilt, am 1. Ufer von dem steilen Festungs- und Mönchsberg eingeschlossen, während der Stadtteil am rechten Ufer sich an den Kapuzinerberg anlehnt. Häufige Feuersbrünste und die Baulust der Fürsten, namentlich des Erzbischofs Wolf Dietrich (1587-1611), haben von mittelalterlichen Gebäuden wenig übrig gelassen; die Kuppelkirchen und andere stattliche Gebäude italienischen Stils geben der Stadt das charakteristische Gepräge eines glänzenden geistlichen Fürstensitzes des XVII. und XVIII. Jahrhunderts. Seit der Regulierung der oft reißenden Salzach, sind beide Ufer des Flusses von breiten baumgepflanzten Kais eingefasst, die sich von der Ludwig-Viktor-Brücke bis zur Karolinenbrücke hinziehen. Auf dem linken Ufer liegt der ältere Stadtteil. Seinen Mittelpunkt bildet der Residenzplatz, mit dem 1664-1680 von Ant. Dario ausgeführten Residenz- oder Hofbrunnen, aus Untersberger Marmor (Höhe 14 m).

Das Buch "Baedekers Österreich-Ungarn" / 28. Auflage / 1910, wurde uns mit
freundlicher Genehmigung von Hr. Peter Stattmann zur Verfügung gestellt.

 Mozartstadt